Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft unter deutschen Unternehmen ergab, dass mehr als die Hälfte der befragten Firmen für das Jahr 2011 bessere Geschäfte erwartet. Besonders Industriebetriebe sehen optimistisch in die Zukunft.

Das Jahr 2011 stehe im Zeichen der Normalität. Mit diesen Worten brachte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, die aktuelle Herbstbefragung auf einen Nenner. Es sei zu erkennen, dass der Aufschwung an Stärke und an Tiefe gewinne, so Hüther weiter. Die positive Entwicklung wird dabei von allen Bereichen der Wirtschaft getragen.

Die Umfrage ergab, dass 55 Prozent der deutschen Unternehmen mit besseren Geschäften für das nächste Jahr rechnen. Lediglich neun Prozent erwarten einen Rückgang bei ihren Geschäften. Am optimistischsten äußerten sich dabei die Industriebetriebe. Die Zuversicht in den alten Bundesländern fällt etwas höher aus, als in den neuen Ländern. Insgesamt nahmen etwas mehr als 1800 Unternehmen an der Umfrage teil.

Das Institut erhöhte, auch angesichts der robusten Entwicklung, seine Wachstumsprognosen. Im laufenden Jahr kann mit einem Anstieg von 3,5 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt gerechnet werden, 2011 wird die Wirtschaft voraussichtlich um 2,25 Prozent zulegen. Damit werde die Wirtschaft nach Meinung Hüthers die Höhen des letzten Konjunkturbooms erreichen können. Außerdem stünden die Chancen auf ein stabiles, jährliches Wachstum von rund zwei Prozent nicht schlecht, so Hüther weiter.

Die EU-Kommission hat derweil am Montag eine Prognose veröffentlicht, in der es heißt, dass das gute Wachstum in Deutschland auch in anderen EU-Staaten eine ähnliche Entwicklung erwarten lassen könnte. Auch die EU-Kommission korrigierte deshalb ihre Wachstumsprognose nach oben. Im laufenden Jahr geht sie jetzt von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Im Mai war lediglich von einem Wachstum um ein Prozent die Rede.