Auf die Frage, wie viel Geld die Menschen gerade aktuell verdienen, wie viel sie auf dem Konto oder im Geldbeutel haben, bekommt man selten eine ehrliche Antwort. Dies liegt aber unter anderem daran, dass man das gar nicht immer so genau weiß – zumindest, was Konto und Portemonnaie betrifft. Das Geld kommt als „Haben“ herein, aber sehr viel „Soll“ ist jeden Monat zu bezahlen. Also wird abgebucht, überwiesen, abgehoben und ausgegeben. Das ist der normale Lauf der Dinge. Bei einem Blick in das Portemonnaie stellen manche Menschen dann fest, dass sie sich eigentlich viel besser um ihre Finanzen kümmern sollten, denn wieder einmal muss man den kleinen Betrag an der Kasse im Supermarkt mit der Karte bezahlen, weil man schlicht vergessen hat, Geld vom Automaten zu holen. Auf dem Konto liegt Geld herum, das an anderer Stelle viel mehr Zinsen bringen könnte, als auf dem Girokonto – irgendwann einmal wird das sicher geregelt, aber die volle Kontrolle über die eigenen Finanzen sieht wohl anders aus.
Im Gegensatz dazu gibt es auch viele Menschen, die auf Heller und Pfennig Bericht über ihre Finanzen erstatten könnten, falls sie wollten. Natürlich tut dies niemand wirklich aus freien Stücken. Diese Leute brauchen die Sicherheit, genau darüber Bescheid zu wissen, was ihre Geldanlagen gerade machen, wie viel Geld sie für den Rest des Monats noch zum Leben haben, wie viel sich auf der hohen Kante befindet und wie viel sie in Bar bei sich haben. Sie führen Haushaltsbuch und sind glücklich damit; Verständnis für jene, die finanziell und auch sonst im Leben ins Blaue hinein leben und arbeiten, können diese Personen natürlich nicht aufbringen. Ein kleiner Finanzminister kann nicht jeder sein; doch in jeder Familie einer, der auf das Geld ein wenig Acht gibt, kann nicht schaden. Nur, das Talent dazu, das hat nicht jeder.