Alles wird teurer, jammern die Haushalte. Dabei könnten sie noch viel mehr jammern, wenn sie wüssten, wie sich die Mehrkosten noch weiter auswirken werden. Die höheren Kosten für Strom, Heizung und Sprit betreffen ja nicht nur die privaten Verbraucher. In weit höherem Maße sind die Konzerne und kleinen Unternehmen von den Teuerungen betroffen. Da aber kaum etwas ohne Strom für Maschinen und Computer hergestellt werden kann, steigen auch die Herstellungskosten für viele oder beinahe alle Waren. Diese Waren müssen aber auch gelagert werden, wodurch oft Kühlanlagen oder Trocknungsvorrichtungen, Licht und andere stromverbrauchende Geräte eingeschaltet werden müssen. Um den Transport mit den LKW, Zügen oder Schiffen kommt man auch nicht herum. Teurerer Sprit bedeutet, Mehrkosten für den Transport, der ja durch Maut und andere Faktoren ohnehin schon ziemlich teuer ist.

Das Fazit all dieser Preissteigerungen ist einfach: Die zusätzlichen Kosten für Produktion, Lagerung und Transport müssen natürlich irgendwie wieder herein geholt werden. Am einfachsten ist es, diese auf den Verkaufspreis umzulegen. Der Kunde bezahlt also nicht nur selbst höhere Kosten für das Autofahren, die Heizung, das Benutzen seiner elektrischen Geräte und so fort, sondern auch höhere Preise für alle Waren, die von der Teuerung betroffen sind. Damit senkt sich der Konsum pro Verbraucher und die Wirtschaft ist letztendlich die Leidtragende, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in jedem Land, in dem die Energiekosten weiter und weiter steigen. Da der Staat an Spritpreisen und Energiekosten mit verdient, wird er sich kaum in die Preisgestaltung einmischen, auch wenn es manchmal verdächtig nach Preistreiberei aussieht, was die Energie- und Ölkonzerne so veranstalten.