Volkswagen hat im letzten Geschäftsjahr so viele Autos wie nie zuvor verkauft und demzufolge auch einen Rekordgewinn eingefahren. Der Gewinn nach Steuern betrug 7,2 Milliarden Euro.

Sieben Millionen Autos verkauft, mehr als sieben Milliarden Euro Gewinn gemacht. Das vergangene Jahr war für Volkswagen ein Jahr der Rekorde. Zum Vergleich: gegenüber 2009 stieg der Gewinn der Wolfsburger um knapp das Achtfache. Der Umsatz lag dabei gut zwanzig Prozent höher als im Vorjahr. Davon profitieren auch die Aktionäre. Volkswagen hob die Dividende um 60 Cent an. Somit werden pro Stammaktie 2,20 Euro ausgezahlt. Auch an der Börse machten sich die Rekordmeldungen bemerkbar. Die Aktie stieg zeitweise auf 119 Euro, ein Plus von fast sechs Prozent.

Dem Rekordgewinn liegen vor allem zwei Effekte zugrunde. Auf der einen Seite stieg die Autonachfrage in China deutlich – Volkswagen verkaufte dort 14 Prozent mehr Fahrzeuge – und auf der anderen Seite bestellten mehr Kunden höherwertige Modelle. Die Marge ist bei höherpreisigen Modellen, auch aufgrund teurer Sonderausstattungen und größerer Motoren, erfahrungsgemäß höher, als bei Fahrzeugen im Klein- und Kompaktwagensegment.

VW-Konzernchef Winterkorn sieht Volkswagen auf einem profitablen Wachstumskurs und erwartet dementsprechend auch für das aktuelle Geschäftsjahr weiteres Wachstum. Die Weichen dahin gehend sind jedenfalls gestellt. So wird etwa in den USA ein neues Werk eröffnet. In Russland sorgt die Kooperation mit dem Hersteller Gaz für eine Mehrproduktion von etwa 100000 Fahrzeugen der Marken Skoda und VW in diesem Jahr. Zusätzlich zum bereits bestehenden Werk in Russland, produziert Volkswagen dann auch bei Gaz. Weiter kündigte VW an, in den nächsten sechs bis acht Jahren neue Stellen schaffen zu wollen. Von insgesamt 50000 ist die Rede, davon etwa 5000 in Deutschland.